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Das Denkmal der Schlacht von Debrecen (1849)

Der Nagysándor-Hügel (auch Kokasló-Hügel genannt)

In der Nähe der flachgelegenen Stadt Debrecen gibt es zahlreiche Hügel, die mal kleiner, mal größer sind. Im östlichen Stadtteil ließ der Wind die Sandhügel entstehen, aber im westlichen Lössgebiet wurden die kleinen „Berge“, die beinahe gradlinig nebeneinander stehen, größtenteils von Menschenhand geformt. Diese Erhebungen, die in der ungarischen Tiefebene vielerorts anzutreffen sind, werden im Ungarischen „Kumanenhügel“ (ung.: kunhalom) genannt. Diese Bezeichnung stammt aus dem 19. Jahrhundert und verweist auf die Annahme, dass es sich bei diesen Hügeln um die Grabstätten der Kumanen handelt. Erst im 20. Jahrhundert wurde bei Ausgrabungen nachgewiesen, dass die Dutzende Hügel in der Umgebung von Debrecen (von dem Ortsteil Józsa bis zur Gemeinde Sáránd) vorwiegend vor Jahrtausenden von den sog. grabhügelbauenden Völkern errichtet worden waren, die ihre hochangesehenen Mitglieder in Grubengräbern beigesetzt hatten. Einige von diesen uralten Grabstätten wurden später als Grenzposten benutzt oder auf den Hügeln wurden neue Friedhöfe, eventuell Kirchen oder Wohnhäuser errichtet.

Der Hügel, der auf der Weide im Ortsteil Köntösgát und zugleich nordwestlich vom Fluss Tócó und unweit der Verkehrsstraße in Richtung Hortobágy steht, wird auf alten Landkarten mit dem Namen Kokasló bezeichnet. Das ist eine der besonderen Erdpyramiden, die sich westlich von der Stadt Debrecen, am Rande des Tócó-Tals befinden und vom Norden nach Süden verlaufen. Über die Entstehung und die Herkunft der ungewöhnlichen Bezeichnung des Hügels ist kaum etwas überliefert. Der uralte zwölf Meter hohe Hügel ist auch in die ungarische Geschichte eingegangen und wurde in ganz Ungarn bekannt, weil im Freiheitskampf gegen die Habsburger die ungarischen Truppen am 2. August 1849 hier von den zehnfach übermächtigen russischen Truppen eine tragische Niederlage erlitten. Dieser Hügel war der höchste Punkt des ehemaligen Schlachtfeldes, auf dem es zahlreiche Gruben gab, weil man hier früher Ton und Lehmsteine produziert hatte. Anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Schlacht wurde auf dem Hügel aus Stein und Ziegeln eine Gedenksäule errichtet. Das Denkmal erinnert an die gefallenen ungarischen Soldaten und an General József Nagysándor, der bei der Schlacht der Anführer der ungarischen Truppen war und der nach Ende des Freiheitskampfes in Arad hingerichtet wurde.